Nir de Volff / TOTAL BRUTAL

Nir de Volff ist in Israel geboren und aufgewachsen. Er studierte Tanz an der Bat-Dor-Akademie in Tel Aviv; erste professionelle Engagements folgten, u.a. als Gast in Pina Bauschs Choreografie „Viktor“ am Opernhaus in Tel Aviv. 2000 Umzug nach Amsterdam und erste eigene Choreografien. 2004 Umzug nach Berlin; Kreation eines eigenen Stücks für die Tanztage an den sophiensaelen.
2004-2008 als Ensemblemitglied von Constanza Macras an der Schaubühne am Lehniner Platz. 2007 Gründung der eigenen Kompanie Nir de Volff/ TOTAL BRUTAL. Nir arbeitet seitdem mit seiner Gruppe regelmäßig im DOCK 11/ DOCK ART, kreiert internationale Projekte und tour weltweit. Zusammenarbeiten auch immer wieder mit den sophiensaelen und der Schaubühne Berlin bzw. Kooperationen mit Falk Richter für die Wiener Festwochen und das Teatre National Strasbourg. Außerdem zahlreiche weitere Zusammenarbeiten, u.a. mit She She Pop Berlin, Antú Romero Nuno am Thalia Theater Hamburg, Katarina Niminnen an der Volksbühne Berlin, Nurkan Erpulat am GORKI Theater Berlin, Philipp Preus am Theater an der Ruhr.
Er entwickelte eine Bewegungsmethode namens BBM-Breathing Bodies Movement, die er weltweit in Tanz- und Kunstzentren, Kunstakademien und im privaten Sektor unterrichtet. BBM ist für Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Menschen gedacht, die sich gerne bewegen.
Mit seiner Kompanie TOTAL BRUTAL arbeitet Nir mit professionellen Performerinnen und unterschiedlichen Theatern, u.a. an der Oper Frankfurt, dem Grand Theatre Groningen, der Rotterdamse Schouwburg, dem Sibiu Festival Romenia, dem ZIL Culture Centre Moscow, dem SESC Pinheiros in São Paulo, dem Macau Art Center in China, dem Esplanade Theatre Singapur, dem Bangkok National Center for Dramatic Art, dem Stadttheater St. Pölten in Österreich, Warehouse 2 in Jaffa Port, Ponec Theatre Prag, Teatro Alle Tese in Venedig sowie dem Amphithéâtre de Gesù Montréal.
2020/21 Engagement in Leipzig als erster Choreograf für die mixable Forward Dance Company. 2022 Einladung zum Kunstfestival Weimar; Eröffnung mit einer kollaborierenden Arbeit mit der bildenden Künstlerin Sigalit Landau. 2023 Choreografie der multikulturellen Tanzshow „Club Loneliness“ für das Macau Kunstfestival, China. 2024 Uraufführung seiner choreografischen Arbeit für „Peer Gynt“ am Düsseldorfer Staatstheater.
Mit „Everybody dance Now # Chemnitz“ launchte er die Eröffnung von Chemnitz 2025 – Kulturhauptstadt Europa und arbeitete dafür mit Chemnitzer Performer
innen aller Altersgruppen zusammen. Außerdem Uraufführung von „Freedom is a dancer“ am Jungen Schauspiel Düsseldorf.
Auf Einladung von Kulturprojekte Berlin choreografierte Nir mit sechs jüdischen und nichtjüdischen Tänzerinnen „Dancing memory“ zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs als Outdoor-Kreation rund um die Synagoge am Fraenkelufer, eine der bedeutendsten Synagogen Berlins
Nir verbindet in seinen Arbeiten sozialpolitische Themen mit Unterhaltung. Als eine seiner wichtigsten künstlerischen Aufgaben versteht es Nir, Künstler
innen aus dem Nahen Osten, die in Europa leben, zusammenzubringen; unter dem Titel „Come as you are“ sind seit 2017 gemeinsam mit syrischen Tänzern verschiedene Performances entstanden, die sich mit den Themen Identität, Heimat und Zugehörigkeit beschäftigen.