Tanz

triton tanzt. twisted trident.

Peter Pleyer

triton tanzt. twisted trident.

Was meint Bruno Latour wenn er über unsere Gegenwart schreibt „in dieser brisanten Situation gilt es zuallererst wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und sich dann neu zu orientieren“?

Hat es etwas mit dem „bonding with the earth“ aus Nancy Stark Smith's Underscore und der Möglichkeit des Twists, der Spiralen zu tun, die in meiner Arbeit so wichtig sind? Wie bewegen wir uns in der „critical zone“, wie er es beschreibt, bodennah und verbunden mit allen Lebewesen und Gegenständen, und wofür setzen wir unsere Aufmerksamkeit ein?

Mein Research der letzten Jahre zur Geschichte der Release-Technik und meine Art Tanz-Geschichten zu erzählen werden hier in einem Wirbel miteinander verdreht und verschlungen. Die Geister von Diane Torr und Doran George werden gerufen, und ich erzähle wie ich vor 26 Jahren Deborah Hay und Steve Paxton kennenlernte und was mich als schwuler, aus einer Arbeiterfamilie stammender Hesse mit dem Frankfurt Ballett von Forsythe verband.

Nach einer schamanischen Reise vor vielen Jahren in Ponderosa bekam ich den Rat immer einen Dreizack mit in meinen Unterricht und meine Vorstellungen zu nehmen, er würde mir Kraft und Autorität geben. Diesen Rat habe ich bis jetzt nicht befolgt…

Peter Pleyers Solo „triton tanzt. twisted trident.“ feierte 2019 Premiere im DOCK 11 und ist nach einem vorpandemischen Gastspiel in Prag wieder in Berlin zu sehen.

Künstlerisches Konzept: Peter Pleyer
Perfomance: Peter Pleyer
Set, Kostüm, Art-Direction: Michiel Keuper
Grafikdesign: Peter Pleyer
Foto: Markéta Bendová

Sprache: Deutsch/Englisch
Dauer: 90 min