PERREO ENTRE LOS MUNDOS untersucht Reggaetón als kulturelle Kraft, spürt seinen Ursprüngen und seiner Resonanz auf rassifizierte Körper nach und hinterfragt gleichzeitig die Machtstrukturen, die seine Entwicklung beeinflusst haben. Als Duett zwischen menschlichem Fleisch und einer Silikonform oszilliert die Performance zwischen Vergnügen, Verzerrung und Transformation und erkundet dabei Ritzen und Ärsche. PERREO ENTRE LOS MUNDOS zerlegt koloniale Binaritäten, indem die Arbeit eine Drag King-Persona in eine facettenreiche, fluide Figur umgestaltet.
In Anlehnung an Gloria Anzaldúas Konzept der „almas entre dos mundos“ – Seelen, die zwischen mehreren Welten navigieren – verwebt die Arbeit diese Vorstellung der Gestaltwandlung mit dem befreienden Potenzial des Reggaetón und des Perreo-Tanzstils. PERREO ENTRE LOS MUNDOS unterstreicht die Fähigkeit dieser Tanzform, neue Identitäten und Realitäten zu schaffen, die nicht an das koloniale Erbe von Kultur und Geschlecht gebunden sind, und diese zu ermächtigen und zu untergraben. Durch die Einbindung von Fluidität, Hybridität, Widersprüchen und Selbstbeobachtung öffnet das Stück ein Portal zu Perspektiven und Welten jenseits der Grenzen westlicher Denkweisen und lädt das Publikum ein, sich mit der Komplexität von Blicken, Ansprüchen und Privilegien auseinanderzusetzen.
*Hinweis:
Es wird einige Momente intensiver Base-Musik geben.
Wenn möglich, sollte im Raum völlige Dunkelheit herrschen.
Die Performance beinhaltet Nacktszenen.
Konzept, Choreografie, Tanz: Auro Orso
Soundkreation, Soundperformance: DJ Pendejo
Sounddesign: Mahya Ketabchi
Bühne, Kostüm: Klara Mohammadi
Outside Eye: Camila Malenchini
Licht: Thais Nepomuceno Veiga
Dramaturgische Unterstützung: Polina Fenko
Genre: Performance, indigener Futurismus
Sprache: Englisch
Dauer: 40 min
Eine Produktion von Auro Orso in Koproduktion mit Sophiensæle. Die 34. Tanztage Berlin sind eine Produktion der Sophiensæle. Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit freundlicher Unterstützung von Tanzfabrik Berlin e.V., Theaterhaus Berlin und Uferstudios GmbH.
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Auro Orso ist Tänzer und Choreograf mexikanisch-österreichischer Abstammung. Seine künstlerische Forschung umfasst die Erforschung dekolonisierender Praktiken in allen Lebensbereichen sowie die Infragestellung der westlichen/kolonialen Illusion von Universalität, (Gender-)Binarität und „dem Angemessenen“. Er gibt Workshops und entwickelt Projekte zur Stärkung queerer BIPoC-Communities, hat als Performer mit Maria Scaroni, Anta Helena Recke und crazinisT artisT zusammengearbeitet und seine choreografische Arbeit unter anderem im Haus der Kulturen der Welt und im dock11 gezeigt. Er absolvierte den B.A. Tanz, Kontext, Choreografie am HZT Berlin und wurde mit dem Supporting Act Foundation-Stipendium sowie dem nGbK-Stipendium ausgezeichnet.
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Das Emerging Change Tanzfestival feiert die Arbeit queerer, trans, Schwarzer, indigener und BIPoC-Tanzkünstler*innen (QTBIPoC) und schafft in Berlin einen inklusiven Raum für Bewegung, Transformation und gemeinsames Feiern.
Das Festival unter der künstlerischen Leitung Nara Virgens und Makisig Akin widmet sich dem Spannungsfeld von Survival & Pleasure – Überleben und Lust. Dabei geht es um die Frage, wie wir überleben, füreinander sorgen und zugleich Räume für Freude, Lust, Begehren und gemeinsames Erleben schaffen. Ein vielfältiges Programm aus Performances, Workshops, Residenzen, Community-Dialogen und Festen bringt renommierte internationale Künstler*innen mit aufstrebenden Positionen aus Berlin zusammen.
Emerging Change versteht Tanz als Ort der Begegnung, des Widerstands, der Freude und der Veränderung. Survival & Pleasure werden dabei zu körperlichen und kollektiven Praktiken: zum Durchhalten und Weitermachen, aber auch zum Feiern, Genießen, Begehren und Zusammensein. Das Festival lädt ein, zusammenzukommen, sich auszutauschen, neue Verbindungen zu schaffen und gemeinsam Räume zu feiern.
Mehr Informationen zum Festival emergingchange.org
Das Festival findet in Kooperation mit DOCK ART Theater, Uferstudios e.V., Tanzfabrik Bühne, Tanzfabrik Schule, Karada House und der Prinzessinnengarten.