Tanzperformance

Trancestors – auf den Pfaden unserer Wegbereiter*innen

Jules Petru

Trancestors – auf den Pfaden unserer Wegbereiter*innen
(c) Hitzigraphy

Mit einem Performanceritual beschwört „Trancestors“ die queeren Wegbereiter*innen herauf. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der wegweisenden „Gay-Power“-Rede der Trans-Aktivistin Sylvia Rivera in New York und die aktivistischen Bewegungen rund um das Stonewall-Aufbegehrens würdigt dieser Tanzabend auch die Schweizer LGBTQIA+ Geschichte, insbesondere die trans*-Ikone Coco.

Jules Petru fängt gemeinsam mit Aaa Biczysko und dem Komponisten Lou Drago die rohe Energie des queeren Widerstands ein und erforscht die Schnittstellen von Identität, (Nicht-)Zugehörigkeit, Widerstand und kollektiver Erinnerung aus queerer Perspektive. Durch Verbindung von Tanz, Klang und Performance verwandelt das Stück die persönlichen und politischen Kämpfe queerer, nicht-cis Körper in ein heiliges Ritual der Selbstfindung und Ermächtigung.

Choreografie, Performance: Jules Petru
Performance: Aaa Biczysko
Sound: Lou Drago

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 25. Januar

Im Anschluss an die letzte Vorstellung von Trancestors – on the paths of our queer trailblazers am 25. Januar laden wir herzlich zu einem Publikumsgespräch ein. Der Kulturjournalist und Dramaturg Heinrich Horwitz wird mit dem künstlerischen Team über Entstehungsprozess, Recherche und künstlerische Entscheidungen der Produktion sprechen.

Im Zentrum des Gesprächs steht die umfangreiche Archivarbeit, die der Arbeit zugrunde liegt: Recherchen in den Duberman Papers der New York Public Library zu zentralen Figuren der trans* und queeren Befreiungsbewegungen wie Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson, deren Stimmen und Kämpfe das Stück nachhaltig geprägt haben. Ergänzt wurde diese internationale Perspektive durch lokale Recherchen zur Schweizer LGBTQIA+-Geschichte, insbesondere zur trans* Ikone Coco, bekannt aus der SRF-Dokumentation Traum Frau Coco.

Thematisiert wird zudem der künstlerische Entwicklungsprozess während des ATLAS-Programms bei ImPulsTanz Wien, in dessen Rahmen zentrale Aspekte der Arbeit vertieft wurden. Ein weiterer Fokus liegt auf der kollaborativen Arbeitsweise des Projekts: der Einbindung von Lou Drago (Sound/Komposition), Aaa Biczysko (Performance) sowie Bendik Giske (Live-Saxophon) und der Frage, wie diese unterschiedlichen künstlerischen Praktiken in einem gemeinsamen performativen Ritual zusammengeführt wurden.

Das Gespräch bietet Einblicke in die Verbindung von Archiv, Körper und Gegenwart, in kollektive Arbeitsprozesse sowie in die Übersetzung historischer Materialien in eine zeitgenössische Performancepraxis. Fragen aus dem Publikum sind ausdrücklich willkommen.

Sprache: Englisch, Schweizerdeutsch
Dauer: 50 min

Unterstützt durch die Stadt Zürich Abteilung Kultur, Aargauer Kuratorium und Pro Helvetia.

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