Performance

To Mend

Event Nr. 4

eine Research-Performance von Mor Demer

Eine urbane Landschaft ist ein Schmelztiegel aus unterschiedlichsten Geschichten, Kulturen und städtischen Milieus, geformt aus sich überlagernden Schichten, die viele Zeitlinien gleichzeitig verkörpern. To Mend ist eine choreografische und topologische Recherche, in der die in Berlin lebende Tanzkünstlerin Mor Demer persönliche und gleichzeitig existenzielle Fragen nach Situiertheit mit topologischen Spuren und Erinnerungen, die an verschiedenen überall in der Stadt verteilten Orten hinterlassen worden sind, in Verbindung setzt.

Dafür wurden im Stadtbild von Berlin zwölf Orte identifiziert, die, wie die Künstlerin vermutet, seltsam abwesend bleiben, die einen gesellschaftlichen, menschlichen und kosmologischen Riss in sich tragen und deren Geschichten eine Diskontinuität in diesem allumfassenden Gewebe bewirkt haben. To Mend widmet sich den historischen, soziologischen und räumlichen Konstellationen dieser Orte, Löcher oder Bruchstellen durch partizipative und transformative Aktionen/Scores – um sie damit in die Gegenwart zu führen.

Dabei betrachtet Mor Demer das Ökosystem der Stadt als einen Körper, der das Ökosystem ihres eigenen Körpers spiegelt. Die Forschung wird durch beide Körper angestoßen und vorangetrieben, mit der Intention sie in einem Kreislauf gegenseitiger Heilung zusammenzuführen.

Der Abend im DOCK 11 ist dem Prozess dieser Forschung gewidmet. Gemeinsam mit ihrem Team wird Mor Demer einen Raum für Reflexionen und Perspektiven der Forschung öffnen. Der Abend ist gleichzeitig auch dem vierten Ort gewidmet – als eine Hommage an das DOCK 11 und das historische Datum, den 3. Oktober, den Tag der deutschen Einheit, um den „mending“ Prozess des Bezirks und der Stadt insgesamt zu stärken.

Konzept und Research: Mor Demer
Mit: Mor Demer, Sigal Zouk, Gadi Demer und Igor Dobricic
Video: Shabi Kedem und Mor Demer
Danke an: Igor Dobricic, Ayako Toyama und das Tech-Team von DOCK ART
Foto: Michiel Keuper

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR, Hilfsprogramm DIS-TANZEN des Dachverband Tanz Deutschland.
Mit der Unterstützung von DOCK ART.