Ein zeitgenössisches Tanzstück für drei Performer, inspiriert von William Shakespeares Tragödie „König Lear“. Es zeigt Lear im Kampf gegen seinen eigenen Schatten, der ihn nicht loslässt und all seine hybride Selbstüberschätzung sowie die Fehleinschätzung seiner Umwelt verkörpert. Die Tänzer sind sowohl reale Person als auch der Schatten des jeweils anderen; Verfolgte und Verfolger zugleich. Das Ringen mit sich selbst wird in eine kraftvolle, dynamische Tanzsprache übersetzt – Lear, der nicht weiß, wer er ist, verloren tanzt, gegen die Elemente anschreit und mit seinem Alter Ego kämpft. Es geht um das heikle Balancieren am Abgrund, den schwindelnden Taumel der Machtgier und die ständige Angst vor dem Absturz.
Am 17. Oktober laden wir im Anschluss an die Performance zu einem artist talk.
Künstlerisches Konzept, Choreografie Norbert Servos, Jorge Morro
Tanz: Jorge Morro, Seung Hwan Lee, Ginjo Sakai
Kostüm, Bühne: DanceLab Berlin
Licht: Mateo Martinez Villarroya, Norbert Servos
Musik: Johann Sebastian Bach, John Corigliano, Francesco Nicola Fago, Arvo Pärt, Henry Purcell, Geräusche
Sound Design: Jorge Morro, Eziz Igliyev
Produktionsleitung: Christin Eckart
Grafik: Inge Heyen
Dauer: 70 min
Gefördert von Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und DOCK ART sowie dem Teatros del Canal Madrid