double bill im Rahmen von PLATAFORMA BERLIN 2026, 13. Ibero-Amerikanisches Festival.
Mai Júli Machado: In Between
Das Stück erforscht Gesten der Fürsorge und des Schutzes und folgt dabei Bewegungen, die die Spannungen zwischen Verletzlichkeit, Sicherheit, Freiheit und Zwang offenbaren. Es beleuchtet die Erfahrungen von Frauen in verschiedenen Lebensphasen und reflektiert ihre Prozesse körperlicher, psychischer und spiritueller Transformation sowie die Herausforderungen, denen sie in soziopolitischen Kontexten gegenüberstehen, die oft von vorgegebenen Normen bestimmt werden.
Die Bedeutung dieses Werks liegt darin, dass es Erinnerungen an den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenwerden wachruft und die soziokulturellen Einschränkungen anprangert, die die Freiheit von Frauen einschränken, deren Ideen und Erfahrungen nicht den etablierten Normen entsprechen.
Diese Arbeit entstand aus persönlichen Überlegungen zu Fürsorge, Schutz und dem weiblichen Lebenszyklus und wurde mit Unterstützung des „Immersion“-Programms der Compagnie Mathilde Monnier sowie des „pair“-Programms (Programm für internationale Künstler*innen) entwickelt und wurde bereits beim Kinani-Festival in Mosambik sowie beim Constellation-Festival in Frankreich präsentiert.
Genre: Dance
Dauer: 30min
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Michael Gagawala Kaddu: Underneath climate cracks
Meine Mutter, Esther Meeme Nalubanda, stammt aus einer langen Linie von Regenmacher*innen. Ich erinnere mich daran, als ich noch klein war, wie sie Rituale durchführte, um den Regen zu stoppen oder herbeizurufen. Als ich älter wurde, verlor sie nach und nach den Glauben an diese Rituale und hörte schließlich auf, sie zu praktizieren. Und als sie damit aufhörte, endete meine Kindheit.
Diese interdisziplinäre Performance untersucht die Rolle von Ritualen im Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt. Mit dem langsamen Verschwinden der Tradition der Regenbeschwörung und anderen traditionellen Bräuchen in ganz Afrika, droht auch der Verlust an Reichtum eines tief verwurzelten ökologischen Wissens.
Dieses Stück greift auf dieses über Generationen hinweg gewachsene Verständnis der Systeme der Natur zurück, das durch eine facettenreiche Mischung aus Tänzen, Liedern und Ritualen zum Ausdruck kommt, und hinterfragt, wie wir dieses verkörperte Wissen nutzen können, um heute eine achtsamere und dringlichere Verbindung zu unserer Umwelt
herzustellen.
Genre: Dance
Dauer: 50min
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PLATAFORMA BERLIN schafft einen einzigartigen Raum, in dem neue und überlieferte
Erzählungen, ökologische Diskurse, geopolitischer Aktivismus und Ontologien des Globalen Südens entstehen und das globale/lokale Berliner Publikum zum Nachdenken anregen und ermutigen. Das Festival konzentriert sich auf BIPoC-Künstler*innen (Black, Indigenous, People of Color) und deren Lebenserfahrungen; erkundet intime Ausdrucksformen, verbunden mit den Vorfahren im Schatten geopolitischer und ökologischer Krisen.
„To Curate“ bedeutet auf Spanisch „heilen“; dieser kuratorische Ansatz schafft einen Raum für die Diversifizierung von Perspektiven und Blicken, der eine eine Vielzahl von Standpunkten und Begegnungen über Pluriversen hinweg ermöglicht.
Das Festival feiert 2026 zum 13. Mal interdisziplinäre Werke aus den Bereichen Tanz, Performance, Film, Essen, Heilung, kritisches Denken mit Künstler*innen aus Bolivien, Argentinien, Uganda, Ägypten, dem Iran, Kolumbien und Berlin.
PLATAFORMA BERLIN, gegründet von der kolumbianischen und in Berlin lebenden BIPoC-Choreografin (Black, Indigenous, People of Color), Performerin und Kuratorin Martha Hincapié Charry. Das Festival wird durch Partnerschaft und Koproduktion mit DOCK ART sowie unserer Partner BARAZANI und South Embassy ermöglicht.