Emerging Change Tanzfestival

Here/Now/There/Then

Ishmael Houston-Jones in Kollaboration mit den Performer*innen

© Robbie Sweeny

Ausgehend von Themen wie persönlicher Biografie und sozialer Gerechtigkeit inszeniert Ishmael Houston-Jones einen Abend mit experimenteller Choreografie auf der Grundlage improvisierter Partituren.
Mit einer vielfältigen Besetzung aus eingeladenen lokalen und internationalen Tanzkünstler*innen, die im Rahmen eines intensiven Festival-Kreationsprozesses zusammengewirkt haben, greift Houston-Jones auf über 50 Jahre Tanz, Performance-Forschung und Lebenserfahrung zurück, um verschiedene Bewegungsformen und Techniken der gesprochenen Improvisation einzusetzen, die tief berühren und zum Nachdenken anregen.

Das Werk fordert uns auf, uns eingehender mit der Frage auseinanderzusetzen, was es bedeutet, lebendig zu sein, während es das Unbekannte durchquert.

Konzept, Choreografie, Tanz: Ishmael Houston-Jones
in Kollaboration mit den Performer*innen: Tis Aly, Skyla Miles, Yusa, Renan Manhães

Genre: Performance, Improvisation
Sprache: Englisch
Dauer: 60 min

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Ishmael Houston-Jones’ improvisierte Tanz- und Textarbeiten wurden weltweit aufgeführt. Er erhielt drei „Bessie“-Awards für Kooperationen mit dem Schriftsteller Dennis Cooper, den Choreografen Miguel Gutierrez und Fred Holland sowie den Komponisten Chris Cochrane und Nick Hallett. Houston-Jones kuratierte „Platform 2012: Parallels“, das sich auf Choreografen aus der afrikanischen Diaspora und der Postmoderne konzentrierte, und kuratierte gemeinsam mit Will Rawls „Platform 2016: Lost & Found, Dance, New York, HIV/AIDS, Then and Now“.

Skyla Miles ist Tänzerin und Autorin, die sich für das Thema „Nähe“ in Bezug auf Zeit, Raum und Identität interessiert, das als unausgesprochene Präsenz und Leitmotiv in all ihren Arbeiten zum Ausdruck kommt. Improvisation als Mittel, um die Voraussetzungen für das Entstehen eines bestimmten Zustands zu schaffen, bildet die Grundlage ihres gesamten Schaffens. Skyla interessiert sich insbesondere für die vielfältigen Möglichkeiten, sich mit den Ereignissen eines Lebens auseinanderzusetzen, und dafür, wie diese zu Vehikeln für kreativen Ausdruck werden können.

Renan Manhãesist ein in Berlin lebender Künstler, Kreativer und Kulturarbeiter, der ursprünglich aus Brasilien stammt. Renan hat sich eine internationale Karriere in den Bereichen Performance, Choreografie, Video und Musik aufgebaut und dabei mit Institutionen wie dem Goethe-Institut, dem Royal Ballet, der Biennale von Venedig und der Berlinale zusammengearbeitet. Neben seiner künstlerischen Praxis hat Renan auch Projekte in den Bereichen kreative Moderation, Markenaufbau und Künstlerförderung entwickelt, stets mit einem starken Fokus auf Zugang, Zusammenarbeit und nachhaltige Kulturarbeit, die mit Politik und Wirtschaft verflochten ist. Das Ergebnis dieser Praktiken ist „Opportuning (CCL)“, eine in Berlin ansässige Initiative zu Technologie und Kunstarbeit.

Tis Aly ist ein*e in Berlin lebende Künstler*in: Tis Aly stammt ursprünglich aus Terra Pindorama (Brasilien) und deren Arbeit erstreckt sich über Choreografie, Performance, Installation, Klang und kollektive Forschung. Tis Aly bewegt sich zwischen Theatern, öffentlichem Raum und ortsspezifischen Umgebungen und entwickelt erweiterte choreografische Formate, die hinterfragen, wie Körper sich versammeln, sich erinnern, zuhören und Formen kollektiven Wissens hervorbringen. Tis Aly versteht Choreografie nicht in erster Linie als Komposition von Bewegung, sondern als relationale Technologie, die in der Lage ist, soziale, räumliche und affektive Infrastrukturen neu zu ordnen.

Yusa ist eine queere, interdisziplinäre Künstlerin und Forscherin aus Argentinien. Sie arbeitet zwischen dem ländlichen Frankreich und Berlin. In ihrer Praxis erforscht sie den Körper als soziales, ökologisches und relationales Gewebe, in dem affektive Kräfte zusammenfließen. Sie bewegt sich zwischen verschiedenen künstlerischen Sprachen und Bereichen wie Tanz, Keramik und Poesie. Yusa arbeitet aus einer situativen Perspektive heraus und sucht nach Wegen, geo-territoriale Realitäten, Fürsorge und sozialen Wandel miteinander zu verbinden, wobei sie Sensibilität, Mikropolitik und Poetik miteinander verwebt. Sie trat in Werken von Mayfield Brooks, Aïsha Konaté, The Love Makers Company und Maya Ponce auf.

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Das Emerging Change Tanzfestival feiert die Arbeit queerer, trans, Schwarzer, indigener und BIPoC-Tanzkünstler*innen (QTBIPoC) und schafft in Berlin einen inklusiven Raum für Bewegung, Transformation und gemeinsames Feiern.

Das Festival unter der künstlerischen Leitung Nara Virgens und Makisig Akin widmet sich dem Spannungsfeld von Survival & Pleasure – Überleben und Lust. Dabei geht es um die Frage, wie wir überleben, füreinander sorgen und zugleich Räume für Freude, Lust, Begehren und gemeinsames Erleben schaffen. Ein vielfältiges Programm aus Performances, Workshops, Residenzen, Community-Dialogen und Festen bringt renommierte internationale Künstler*innen mit aufstrebenden Positionen aus Berlin zusammen.

Emerging Change versteht Tanz als Ort der Begegnung, des Widerstands, der Freude und der Veränderung. Survival & Pleasure werden dabei zu körperlichen und kollektiven Praktiken: zum Durchhalten und Weitermachen, aber auch zum Feiern, Genießen, Begehren und Zusammensein. Das Festival lädt ein, zusammenzukommen, sich auszutauschen, neue Verbindungen zu schaffen und gemeinsam Räume zu feiern.

Mehr Informationen zum Festival emergingchange.org

Das Festival findet in Kooperation mit DOCK ART Theater, Uferstudios e.V., Tanzfabrik Bühne, Tanzfabrik Schule, Karada House und der Prinzessinnengarten.