Sven Seeger

Ballett

Ballett lebt von seiner technischen Komplexität; Ein anatomisches Bewegungsprinzip dessen Formsprache die unterschiedlichsten Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Mir ist es ein Anliegen einen Weg zu zeigen, der die Struktur dieser komplexen Tanztechnik vermittelt, und gleichzeitig mit unterschiedlicher Dynamik die Bewegung freisetzt. Mein Ansatz ist mit Leichtigkeit und dem Einsatz unterschiedlicher Dynamiken komplexe Abläufe zu vermitteln und in einer Atmosphäre des Loslassens diese physisch zu erleben und auszuführen.

Ballett ist wie gehen lernen, dabei fallen wir erst, damit wir den Boden finden. Es ist ein magischer Prozess, des sich in seiner Motorik kennenzulernen und seine Grenzen zu spüren. Das Ausloten der Grenzen. Wir stellen uns der komplexen physischen Herausforderung in einer fliessenden und dynamischen Umsetzung im Raum. Ich stelle mir vor, wir setzen an zum Flug und expandieren in den Raum, sodass wir die Illusion mit Eleganz und Detail anstreben und verkörpern.

Sven Seeger arbeitet als Tänzer, Choreograf und Projektinitiator. Er studierte klassischen und zeitgenössischen Tanz an der 
Ballett Rambert School London und war Gast an der Folkwang Hochschule Essen.
 Es folgten Engagements mit der Ismael Ivo Company/DNT Weimar, an den Städtischen Theatern Chemnitz; Sowie Gastengagements am Aalto Theater Essen, 
Theater Bremen und Oldenburger Staatstheater. Weitergehend agierte er als Tänzer und Schauspieler in Choreographien und Inszenierungen von u.a. Daniela Kurz, Felix Ruckert, 
Christoph Loy, Julie Bougard, Isabelle Schad, Jochen Roller 
und Susanne Lietzow; sowie mitwirkend als Akteur in den Filmen:
 Eine flexible Frau, Top Girl und Athen... von Tatjana Turanskyj. Er choreographierte Tanz- und Performance Projekte in der freien Szene und an Theatern; u.a. Uferstudio1 - 3D 'Poesie Festival, HAU2, Kampnagel X3, DOCK 11, Dorf macht Oper, Schauspielhaus Chemnitz und Sophiensaele. Er ist Mitbegründer des jungen Performance Kollektivs Dance_Lab27 im Haus der Statistik und realisierte performative Interaktionen für den öffentlichen Raum. Seit 2013 initiiert er in Zusammenarbeit mit der S27 und raumlabor.berlin Community Happenings in Form von nachhaltigen und partizipativen Projektformaten, u.a. wohnWut - die Kampagne / Junipark und die Gärtnerei / Coop Campus. Weitergehend ist er als Dozent und Choreograph für Tanz und Performance in Tanzzentren, Kulturhäusern und Projektformaten freier Trägern tätig.
u.a. DOCK 11, S27, WannseeForum, Tanzfabrik, Marameo und an der Etage