Mittwoch, 24.6.2026
18:30 – 20:30 Uhr
DOCK 11 / DOCKdigital
Saal 4
Kastanienallee 79, 10435 Berlin
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Plätze erforderlich.
Anmeldung unter: kv@dock11-berlin.de
Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Im Rahmen des internationalen Residenzprogramms von DOCK 11 Berlin präsentiert der Choreograf und Performer Ivan Estegneev eine öffentliche Lecture Demonstration über zeitgenössischen Tanz, Migration und künstlerische Kontinuität über Grenzen hinweg.
Der Vortrag zeichnet die Entwicklung des zeitgenössischen Tanzes in Russland in den vergangenen Jahrzehnten nach und basiert auf Ivan Estegneevs eigenem künstlerischen Werdegang sowie seinem langjährigen Beitrag zur Szene. Als Mitbegründer der renommierten Dialogue Dance Company und ehemaliger Künstler am Gogol Center in Moskau gehört Estegneev zu jener prägenden Generation von Künstler:innen, die unabhängige zeitgenössische Performancepraktiken in Russland und international mitgestaltet haben.
Ivan Estegneev spricht über die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sowie die daraus resultierende Migration von Künstlerinnen und Kulturschaffenden. Er berichtet von seiner eigenen Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 2022 und reflektiert die Erfahrungen von Kolleginnen und Weggefährt:innen, die heute in Europa, Kanada und anderen Teilen der Welt leben und arbeiten. Dabei geht es um die Frage, wie Vertreibung und Migration künstlerische Identität, Zusammenarbeit und den Erhalt kultureller Netzwerke innerhalb der internationalen Tanzszene beeinflussen.
Darüber hinaus stellt Ivan Estegneev sein aktuelles Residenzprojekt bei DOCK 11 vor und gibt Einblicke in den kreativen Prozess seiner neuen Arbeit „Made in USSR. Anticipating Dance.“ Außerdem spricht er über zukünftige Perspektiven des Residenzprogramms sowie die geplante internationale Zusammenarbeit mit dem La MaMa Experimental Theatre Club in New York im Jahr 2027.
Die Veranstaltung versteht sich als offener Raum für Dialog, Austausch und kritische Reflexion über Kunst, Migration, Erinnerung und die gesellschaftliche Rolle zeitgenössischer Performance.
Dieses Projekt wird unterstützt von Trust for Mutual Understanding, Summa Artium und DOCK ART.