Moved Sculpture | Forever Young

Choreographische Installation

"Den Eindruck einer Bewegung zu vermitteln, die von Natur her kurzzeitig ist, widerspricht auf den ersten Blick der ldee der Skulptur, einer Kunst der Unveränderlichkeit und der Dauer."
Dagegen ist der Tanz flüchtig, entsteht und wird erlebt im Moment, ist immer wieder neu und nicht reproduzierbar. Man kann ihn nicht festhalten. Das spricht in vielerlei Hinsicht für den Tanz und macht ihn so einzigartig. Was aber, wenn zum Leben erweckte Skulpturen uns noch eindringlicher von ihren "Geschichten" erzählen könnten, einfach, weil wir ihnen mehr Zeit geben und sie sich dadurch in Bewegung und in Beziehung setzen können. Diese bewegten Skulpturen könnten uns dazu anregen, inne zu halten, stehen zu bleiben, oder, uns in Bewegung zu setzen, aus Interesse und weil wir mehr erfahren wollen- das macht uns zum aktiven Betrachter. Wir wollen mit dieser choreographischen Installation tiefer eintauchen in die Gefühls- Welten, Gedanken und Ansichten einer Camille Claudel und wollen dazu noch eigene Interpretationen von Skulpturen hinzufügen. Wir wollen folgende Fragen stellen: Wann sind wir alt? Wie lange sind wir jung? Können wir jung und alt zur selben Zeit sein? Und wie kann uns der Tanz dabei helfen, Antworten zu diesen Fragen zu finden?

Wo der Tanz flüchtig bleibt, kann uns die Kunst der Skulptur und die Möglichkeiten der Digitalität neue Räume aufzeigen. Durch die Umsetzung mit "Augmented Reality" können neue Blickwinkel und Perspektiven vom Betrachter eingenommen werden.

Wir nutzen die Möglichkeit, unsere Bewegungen mithilfe der Motion-Capture-Technologie aufzuzeichnen. Diese Technologie erlaubt es, unseren Bewegungen Lebensdauer zu verleihen. Die Kreativität der Tänzer:innen wird aufgezeichnet, in der Animation und dem Design erweitert durch die Ideen der Creativ Technologist and Visuel Developer. Nah am Original bleibend, wird den Skulpturen in der Postproduktion Leben eingehaucht: Sie werden aus Stein gemeißelt, können sich bewegen und verändern... erzählen ihre Geschichten. Die Bewegungen werden sich zwar immer auf die gleiche Art und Weise wiederholen, aber durch die aktive Rolle der Zuschauenden vollziehen sie den immer wieder neu gestalteten und individuellen Perspektivwechsel in der Art und Weise, wie jede einzelne und jeder einzelne die Skulptur und ihre Welt für sich sichtbar werden lassen möchte.

Die Arbeit wurde gezeigt:
15.-18. Dezember 2022, im Rahmen von OPEN LAB im DOCK 11

Konzept / künstlerische Leitung: Brit Rodemund
Dramaturgie: Janne Gregor
Tanz / Von und mit: Brit Rodemund, Christiana Casadio, Dominic Santia
Creative Technologist: Warja Rybakova
Visuel Developer / Mocap Animator: Irina Shutova
Sounddesign: Albrecht Ziepert
Produktionsleitung: Kirsten Seeligmüller
Hardware / technischer Support: Christoph Seeligmüller
Produktionsassistenz: Lisa Oettinghaus

Credits Trailer:
Konzept / künstlerische Leitung: Brit Rodemund
Von und mit: Janne Gregor, Brit Rodemund, Christiana Casadio, Dominic Santia
Kamera: Kevin Quinaou
Videoschnitt: Christiana Casadio
Musik: Swod / Drei

Vorschaubild Video

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