b12 Teilnehmer können Tickets für den persönlichen Besuch der Vorstellungen zu einem Preis von 8 Euro reservieren.  Tickets für Freunde und Familie fallen entweder unter die regulären oder die Studentenpreise. b12 performance project Teilnehmer bekommen eine Freikarte für eine von den drei Vorstellungen in denen sie auftreten. Wichtig: Ihr müßt eure reservierten Karten spätestens eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn abholen – sonst gehen sie automatisch wieder in den freien Verkauf zurück. Die Tickets sind nicht umtauschbar!

Am 12., 13., 19. und 20. Juli präsentiert b12 die Vorstellungsreihe ‘Asteroids’, die von allen Teilnehmern der ‘Performance Projects’ interpretiert und zur Aufführung gebracht wird. Dieses neue Format wird Stücke von sechs erfahrenen Choreographen vorstellen. Die Premiere wird im DOCK 11 Theater stattfinden.

On the 12th, 13th, 19th and 20th of july, b12 will present „asteroids“, performed by the participants of the performance projects. this new module presents new creations from seven mind-blowing choreographers that will premiere at the dock 11 theater in berlin.

Foto: Shannon Gillen by Arnaud Falchier

 

Programmübersicht:

12. Juli um 19.00 Uhr
13. Juli um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

Abyme  – Shannon Gillen
Solar Strom – Johannes Wieland
En-Knap Composing Principles – Iztok Kovač

 

19. Juli um 19.00 Uhr
20. Juli um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

Vigilante – Luke Murphy
Lost Souls –  Lali Ayguadé & Guilhem Chatir
Trancesition – Helder Seabra

 

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A
byme  – Shannon Gillen

12. Juli um 19.00 Uhr
13. Juli um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

Ihr werdet in einen Prozess eintauchen, der eure inneren Wünsche und Bedürfnisse freilegt. Dadurch ist es Shannon möglich den Performern dabei zu helfen, Charaktere/Figuren zu entwickeln, die psychische und emotionale Zustände mit physischen koppeln. Durch spezfische Impulse, die von ihr feinfühlig gegeben werden, findet ihr euch in einem Strom von Situationen und Gefühlen wieder, die eine verrückte Wildheit der Bewegung hervorbringt. Wir tauchen in die starke Gruppenspannung ein und erklimmen den Abgrund. Nicht die Leere des Raums, sondern die fraktale Komplexität eines Traums im Traum. Ein Prozess der Verdopplung (wie wenn man zwischen zwei Spiegeln steht) wird uns dazu zwingen, die unendliche Auswirkung unseres Selbst und unserer Handlungen zu erkennen. Doppelgänger, Seelenverwandte und Menschenmengen werden zu wilden Gedankenverschmelzungen verführt. Du weißt, dass ich weiß, dass du weißt, dass das wirklich passiert. Shannons Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Johannes Wieland und kürzlich mit den Künstlern von Vim Vigor, haben ihren Ansatz von roher physischer Bewegung, den Prozess der kreativen Zusammenarbeit und ihr Leben stark beeinflusst. Unerschrocken und persönlich widmet sich jede ihrer Arbeiten dem Bereich des menschlichen Versagens, des Triumphs und Willens.

you will engage in a rigorous process of unearthing your inner wants and needs, which will be made use of to help the performers develop characters that bond psychological and emotional states to physical ones. through combustive prompts, you will find yourself in a maelstrom of situations and feelings, compelling each scene to escalate into a mad wilderness of movement. immersed in the thick tension of the group, we will enter the abyss. not the emptiness of the void, but the fractal complexity of a dream within a dream. a process of reduplication will, like standing between two mirrors, force us to face the infinite extension of ourselves and our actions. doppelgängers, soul mates, and throngs of people will be seduced into wild mind-melds. you know that i know that you know that this is really happening. shannon’s experiences working with johannes wieland as well as with the artists of vim vigor, has influenced her approach to raw physical movement, the collaborative creative process and life. unabashedly personal, each work enters a terrain of human failure, triumph, and will.

VIDEOLINK: https://vimeo.com/241076386

 

Solar Storm – Johannes Wieland

12. Juli um 19.00 Uhr
13. Juli um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

Ich werde durch den Raum driften und werde meine Welt nicht verstehen. Ich werde durch den Raum driften und werde deine Welt nicht verstehen. Also werde ich mich neu erfinden. Ich werde mich in die Teilchen auflösen aus denen ich gemacht bin und werde sie neu anordnen. Ich werde mich erneuern und werde mich zu dem machen was ihr seid, dich eingeschlossen, und werde das Sonnensystem einladen mein Ego zu sein. Ich werde neu sein. Sehr neu.

i will drift through space and will not understand my world. i will drift through space and will not understand yours. so i will re-write myself. i will dissolve into the particles i am made out of and re-organise them. i will re-create myself and become all of you, including you, and will invite the solar system to be my ego. i will be new. very new.

VIDEOLINK: https://vimeo.com/251958489

 

En-Knap Composing Principles – Iztok Kovač

12. Juli um 19.00 Uhr
13. Juli um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

Wie interagieren Menschen miteinander? Ich möchte eine Atmosphäre schaffen, in welcher jede Einzelperson von der Gruppe abhängig ist und gleichzeitig der kreative Input jedes Teilnehmers die Qualität der Gruppenperformance bereichert. Wir werden uns in den meisten der En-Knap Performances auf zwei einfache und doch gegensätzliche choreografische Hilfsmittel konzentrieren: 3q und open parts. Beide basieren auf dem Prinzip des Zufalls, entweder im Aufbau oder der Interpretation. Für diesen Teil müssen die Teilnehmer offen für eine enge/nahe Zusammenarbeit sein, schnell reagieren als auch sich darauf einlassen können, das angebotene und individuelle Bewegungsmaterial teilen zu wollen. 3q ist ein choreografisches Hilfsmittel, welches ein System der strukturierten Zufälle beschreibt. Es basiert auf den Bewegungen verschiedener Ausdrucksqualitäten und wird durch starre Musikstrukturen bestimmt, die vorher von den Teilnehmern analysiert werden. Das 3q system funktioniert in Gruppen, in welcher eine Person die Führung übernimmt und zwischen zeitlich begrenzten Sequenzen mit vordefinierten Bewegungen/Einheiten hin und her springt, während die anderen Tänzer auf die Performance der Führungsperson mittels drei vorher erwürfelter Antwortmöglichkeiten reagieren. open parts wiederum basiert auf einen Regelkanon in welchem Zufallselemente sich in der Interpretation wiederspiegeln. Die Teilnehmer definieren die Beziehungen zueinander im Moment, das Bewegungsmaterial, den Raum und die Zeit.

 

“how do people interact?” i wish to create an atmosphere where every individual depends on the collective, while each participant’s creative input adds to the quality of the group’s performance. we will focus on two basic complementary choreographic devices used in most of en-knap’s performances: 3q and open parts, both based on the use of chance, either in the structuring or in the interpretation. for this process participants need to be willing to collaborate closely, have quick reactions, as well as an open mind and a wish to share proposed and individual movement material. 3q is a choreographic device defined as a system of structured coincidence. it is based on the motions of different expressive qualities and will be determined by the use of fixed music structures which we will analyse beforehand. the 3q system functions in groups, where one person takes the role of the leader and switches between time-limited sequences of pre-determined motion, or ‘units’, while the other dancers react to the leader’s performance using three options, which are pre-chosen by throwing of the dice. open parts are based on a set of rules, while the element of chance is present in the interpretation. participants are instantly composing the relationships between each other, the movement material, space and time.

VIDEOLINK: https://vimeo.com/249775183

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Vigilante – Luke Murphy

19. Juli um 19.00 Uhr
20. Juli um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

Ich verstehe den kreativen Prozess als eine chaotische, verletzliche, zerbrechliche, spannende, intime und unberechenbare Erfahrung. Wir kommen zusammen, atmen tief durch und fangen einfach an zu arbeiten. Ich hoffe einen Raum zu erschaffen, welcher den Performern Entfaltungsmöglichkeiten bietet, die arbeiten wollen, die neue Sprachen entdecken wollen und die tiefer gehen wollen, um ihr best mögliches Potenzial zu entfalten. Ich glaube, dass jedes Medium zu jeder Zeit zur Verfügung steht und wir unabhängig von persönlichen oder externen Erwartungen bezüglich des richtigen Wegs arbeiten können. So wie wir arbeiten, wird es der richtige Weg sein, denn es ist die Art wie wir arbeiten. Ich hoffe eine Atmosphäre erschaffen zu können, die auf Unterstützung und Sicherheit innerhalb der Gruppe beruht, so dass wir die fundamentalen Konflikte des theatralischen Selbst hinterfragen können:

– die Reibung zwischen Performer und Inhalt.

– der Widerspruch zwischen dem Bewusstsein, sich im Raum zu bewegen und der notwendigen Konzentration, um eine Rolle darstellen zu können.

– der Konflikt zwischen sound und Aktion und Symbolik.

– die Feindschaft zwischen einer kontrollierten Atmosphäre des Theaters und dem ungezügelten Chaos der menschlichen Natur.

Wir werden untersuchen, wie die abstraktion von Bewegung Bedeutung geben kann und wie man sich die Kraft der Zweideutigkeit nutzbar macht, um nachdenken auszulösen. Das Ergebnis mag vielleicht nicht dem gesetzten Ziel entsprechen, aber wo wir nach Konflikten suchen, werden wir wahrscheinlich auch Entschlossenheit finden.

 

embracing the creative process as a chaotic, vulnerable, fragile, violent, exciting, intimate and volatile experience, we will come together take a deep breath and simply go to work. i hope to create a space that enables performers who want to work, who want to find new languages and want to dig deeper to be able to do their best work. i believe any medium is available at any moment and we will work unconstrained by any personal or exterior expectations of the right way. the way we work will be the right way because its the way we work. i hope to foster an atmosphere of support and safety amongst the company so that we can interrogate the fundamental conflicts of the theatrical itself:

-friction between the performer and the content.
-contradiction between the awareness of moving in space and the internalization needed to realise a character.
-conflict of sound and action and imagery.
-hostility between the controlled atmosphere of the theatre and the unbridled chaos of human nature.

we will examine how the abstraction of movement can be contextualized to inform meaning and where the power of ambiguity can be harnessed to provoke thought. the outcome might not be the objective but where we look at conflict we might find resolution.

VIDEOLINK: https://vimeo.com/260632368

 

Lost Souls –  Lali Ayguadé & Guilhem Chatir

19. Juli um 19.00 Uhr
20. Juli um 17.00 Uhr und 19.00 Uhr

 

In diesem Stück beschäftigen wir uns viel mit dem Individuellen und dem Kollektiven. Wir spielen mit der Gruppendynamik und erforschen, wie diese den einen sehr verletzen kann während sie gleichzeitig dem anderen viel Stärke gibt. Jeder versucht einzigartig zu sein und selbst wenn es nicht im vollen Bewusstsein passiert, so möchte doch jeder etwas besonderes darstellen. Wir leben in einer Welt, von der wir akzeptiert werden wollen, auch wenn uns das unter Druck setzt und uns dazu bringt zu lügen – sogar gegenüber uns selbst. Manchmal geben wir uns so, wie wir denken, wie die anderen uns sehen wollen, auch wenn es nicht das ist, was wir wirklich sind. Seele ist ein sehr wichtiges Wort, denn es beschreibt etwas, was über den Körper und über alles Materielle hinaus geht. Und hier, wo wir leben, sind wir ständig von Dingen umgeben, die wir sehen und die wir nicht sehen, und trotzdem sind sie da.

this performance project is about the dynamic play between the individual and the collective. we will play with the power of the group and see how this creates vulnerability in one, and strength in another. we all try to be unique, even if it’s not intentional- everyone wants to be special. we live in a world in which we wait to be accepted and this only generates pressure and dishonesty – especially to oneself. we resent ourselves the way people would like to see us, but it’s not really who we really are. the ‘soul’ is important because it proposes a realm beyond the body, beyond the materialistic- the things which we do and do not see, but they are there.

VIDEOLINK: https://vimeo.com/253873367

b12 Teilnehmer können Tickets für den persönlichen Besuch der Vorstellungen zu einem Preis von 8 Euro reservieren. Tickets für Freunde und Familie fallen entweder unter die regulären oder die Studentenpreise. b12 performance project Teilnehmer bekommen eine Freikarte für eine von den drei Vorstellungen in denen sie auftreten. Wichtig: Ihr müßt eure reservierten Karten spätestens eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn abholen – sonst gehen sie automatisch wieder in den freien Verkauf zurück. Die Tickets sind nicht umtauschbar!

 

Wir freuen uns auf unser allerneustes Format im Rahmen von b12, das neue festival für zeitgenössischen tanz und performance art. Künstler werden eingeladen ein Stück das sie entworfen haben zur Aufführung zu bringen. Das gibt die Möglichkeit eine andere Perspektive der Workshoplehrer zu erleben.


We are happy to announce our newest addition where we invite guest artists to present an existing piece of theirs. This way, you are able to see another side of these workshop teachers and gain a different perspective on their work.

Foto: Luke Murphy / the dust we raised: Danny Williams

14. + 15. Juli 2018, jeweils 19 Uhr
darwintodarwin
ein Tanzstück von Johannes Wieland

21. + 22. Juli 2018, jeweils 19 Uhr
the dust we raised
ein Tanzstück von Luke Murphy

 

 

darwintodarwin
ein Tanzstück von Johannes Wieland

Wir bewohnen diesen Körper seit über sieben Millionen Jahren. Er beherbergt uns und gewährt einen Platz zum existieren. Die Überlebensstrategie dieser Existenz zu entziffern, physisch und psychisch, ist ein gefährliches unterfangen: sie ist unbeherrschbar.
Wir verfügen nur über einen begrenzten, subjektiven Horizont und sind Gefangene unserer Instinkte. Wir sehen – aber nur das, was sie uns erlauben zu sehen. Wir fühlen – aber nur das, was sie uns erlauben zu fühlen. Ja, es gibt eine Evolution, aber es gibt kein Entkommen.
Instinkte. Überleben. Reproduktion. Charles hatte ja so Recht!

Inszenierung / Choreographie: Johannes Wieland
Sound Score: this will destroy you, pan american and more
Kostüme: Johannes Wieland
Assistenz: Carla Jordao, Pin–Chieh Chen
Performer: Gotautė Kalmatavičiūtė, Safet Mistele, Evangelos Poulinas
Dauer: 60 min.
we inhabit this body, evolved over seven million years. it hosts us and provide us with a place to exist. to decipher that ancient existence, physical and mental, is a dangerous road: the survival resources we pull from today are hidden far beneath the premise to stay put together, to keep up appearances. and they are wild.
we have no clue what is really going on with us and we are prisoners of our instincts, wanting to see what we want to see, wanting to know what we want to know, wanting to feel what we want to feel. yes, there is an evolution, but there is no escape. we are primal, survival is crucial and reproduction a must. charles was so, so right!

VIDEO LINK: https://vimeo.com/250763441

 

the dust we raised
ein Tanzstück von Luke Murphy

Wir können versuchen Moskitos genetisch zu verändern, um Malaria auszumerzen, Krebs zu heilen, oder garantieren, das dein Kind blonde Haare haben wird. Choreograf Luke Murphy untersucht unsere großen Fortschritte in der Wissenschaft und der Medizin – und die Bemühungen die wir unternommen haben, um sie zu erreichen. Still und trotzdem wütend, klar und schonungslos, voll von Widersprüchen aber sehr direkt, ‘the dust we raised’ vereint eine Welt aus Sound, Film, Tanz und Theater, in der drei verlorenen Seelen sich durch den Nebel kämpfen – mit einem Gewitter an Bewegung und einem Sturm von Fragen.

Konzept / Choreographie: Luke Murphy
Musik: Michael Wall, Moderat, Portishead, Greg Haines, Loscil
Performer: Alessia Ruffolo, Luke Murphy, Knut Vikstrom Precht
Bühnenbild: Luke Murph
Kostüme: Luke Murph
Licht: Tim Feehily
Ton: Luke Murphy
Produktion: Luke Murphy – attic projects mit Unterstützung des arts council of Ireland und theatre development centre
Produzenten: Conall O’Riain
Dauer: 55 min.

we can try to alter mosquitoes to eliminate malaria, attempt to cure cancer or guarantee your child will be blonde. choreographer luke murphy examines our giant leaps forward in science and medicine – and the backs we stepped on to get there. quiet yet furious, sharp yet blunt, full of contradictions but starkly exposed, the dust we raised inhabits a haunting world of sound, film, dance and theatre where three lost souls wade through the fog – with a tempest of movement and a storm of questions. 

VIDEO LINK: https://vimeo.com/260850213

 

 

johannes wieland hails from berlin, earned his bfa at the amsterdam university of the arts and worked in various companies with an extensive array of choreographers, before going to perform as a principal at the béjart ballet, lausanne. ready for a radical change, he then relocated to new york city where he received his mfa in contemporary dance and choreography at nyu’s tisch school of the arts in 2002. his company ”johannes wieland”, founded in new york that same year, facilitated the foundation for his body of work and since 2006, he holds a permanent position as the artistic director and choreographer at the staatstheater kassel. aside from choreographing and teaching for companies and universities, his critically acclaimed pieces have been invited to tour internationally for festivals and events. he is a 1st prize winner of the “kurt jooss prize”, and has been awarded numerous other prizes, recognitions, scholarships and grants. he is a nominee for the german theater prize “der faust” in 2016, for his creation “you will be removed”.

 

 

luke murphy is an irish performer and choreographer working internationally. he has performed and collaborated with ultima vez (2014-2018 booty looting, spiritual unity and in spite of wishing and wanting) punchdrunk (2009-2017, original cast member of sleep no more boston, new york city, shanghai and the drowned man london) kate weare company (2011-2014), pavel zustiak palissimo company (2011-2013) and many others. since 2012 he has created six evening length works for his own attic projects in ireland. creating and performing original works across ireland, uk and usa and working across the mediums of dance, theatre, film, installation and site specific performance. he curates and directs the catch8 workshop series in ireland and is working towards the opening of a new residency centre in west cork. www.atticprojects.com

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