Mit Bedauern wurde das MASH DANCE Festival 18.-21. März abgesagt.

Neue Termine für einen Teil der Produktionen stehen bereits fest >

Freitag, 31. Juli 2020, 19:00 Uhr
At the Foot of the Vanishing Table – Tamar Lamm & David Kern
THE SUIT – Ori Lenkinski

Samstag, 1. und Sonntag, 2. August, jeweils 19:00 Uhr
The Third Dance – Niv Sheinfeld & Oren Laor

Für die weiteren geplanten Produktionen von MASH Dance Berlin 2020 im DOCK 11 arbeiten wir an Ausweichterminen im Oktober dieses Jahres. Sobald hierzu genauere Daten vorliegen, informieren wir Sie selbstverständlich sofort.
Machol Shalem Dance House (MASH) Jerusalem und DOCK 11 Berlin verbindet eine lange Zusammenarbeit.
Gemeinsam zeigen sie nun ausgewählte Arbeiten von Choreograph*innen aus Israel bzw. Künstler*innen, die in den letzen drei Jahren im MASH präsentiert wurden.

Eine Produktion von Machol Shalem Dance House (MASH) in Koproduktion mit DOCK ART
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa

 

 

 

 

Programm:

18. März 2020, 19 Uhr
ATARA – Reut Shemesh

19. März 2020, 19 Uhr
The Third Dance – Niv Sheinfeld & Oren Laor

20. März 2020, 19 Uhr
At the Foot of the Vanishing Table – Tamar Lamm & David Kern
The Third Dance – Niv Sheinfeld & Oren Laor

21. März 2020, 19 Uhr
THE SUIT – Ori Lenkinski
SEPARATION PANGS – Gilad Jerusalmy

 

 

18. März 2020, 19 Uhr

ATARA
ein Tanzstück von Reut Shemesh


 “ATARA – for you, who has not yet found the one”

In „ATARA” richtet die in Köln lebende Choreografin Reul Shemesh ihren Blick auf die Weltsicht, die Frauen miteinander teilen, die nach den Regeln der jüdischen Orthodoxie leben und säkulare Ansätze verfolgen. Gemeinsam fragen sie danach, was für sie Weiblichkeit, weibliche Sexualität und ihre Rolle in der Gesellschaft bedeuten. Wie finden sie ihre Bestimmung oder, wie verfehlen sie diese?

Durch Reenactments von Ereignissen aus ihrer Umgebung – Reul Shemesh wuchs in einer sowohl orthodoxen als auch säkularen Familie auf – und durch Fotografie, Text und Bewegung entsteht ein oszillierender Dialog zwischen beiden Blicken auf die Welt. Klischees, Vorurteile und der eigene Lebensstil werden darin gleichermaßen in Frage gestellt.

 

Konzept / Choreographie / Text / Foto: Reut Shemesh
von und mit: Hella Immler, Tsipora Nir, Florian Patschovsky
Komposition, Sound Design: Simon Bauer
Dramaturgie: Matthias Quabbe
Mentorin: Anne Kersting
Video, Bühne, Licht: Ronni Shendar
Kostüme: Marie Siekmann
Assistenz: Valerie Witt
Finanzen: Béla Bisom
Produktion, Management: Sabina Stücker

Text 1: basiert auf Gesprächen zwischen Reut Shemesh und Hadar Alfasi
Text 2: Reut Shemesh, Hella Immler, Florian Patschovsky
Text 3: basiert auf Interviews mit 10 Orthodoxen und säkularen Frauen aus Hamburg, Israel, New York City und mit deren Familienangehörigen
Text 4: Reut Shemesh

Foto: Reut Shemesh, Hella Immler, privat
Songs: Tsiltsulei Pa’amonim (Text & Musik: Ahuva Ozeri, B’shem Ha’shem (Text: traditionelles religiöses Lied, Musik: Carlebach) arrangiert von Tzipora Nir
Besonderer Dank an Hilla Shemesh Town Hall und Florian Egermann

eine Produktion von Reut Shemesh, koproduziert von: K3 | Tanzplan Hamburg und tanzhaus nrw
finanziert durch: Kulturamt der Stadt Köln, Kunststiftung NRW, Stiftung Zurückgeben, KunstSalon Stiftung / Step Up and RheinEnergie Stiftung Kultur, Hamburgische Kulturstiftung

unterstützt durch: tanzfaktur cologne, iDAS NRW, Machol Shalem Jerusalem

www.reutshemesh.com

ATARA Trailer:
https://vimeo.com/339352912


“ATARA – for you, who has not yet found the one”


In “ATARA”, Cologne-based choreographer Reut Shemesh directs her gaze onto the world view shared by women who live according to the rules set forth by Jewish orthodoxy and those who take a secular approach.
Together, they ask what femininity, female sexuality and their places in society could be. How do they find their destiny, or how do they fail in doing so? By means of reenactments of events from her own surroundings – Reut Shemesh grew up in a family both secular as well as orthodox – and through photography, text and movement, an oscillating dialogue between different outlooks on the world arises. In this way, clichés, prejudice and one’s own lifestyle are put into question, in equal measure.

 

19. März 2020, 19 Uhr

The Third Dance
ein Tanzstück von und mit Niv Sheinfeld & Oren Laor

In ihrer neuen Arbeit setzen sich Niv Sheinfeld & Oren Laor mit den Themen Liebe, Sterblichkeit und dem Bedürfnis gesehen zu werden auseinander. „The Third Dance” beginnt mit der Romantik und ihren Klischees – Musik von Mahler, Blumen und ein Plattenspieler – und entlarvt dabei nach und nach ein menschliches Grundbedürfnis, das diesen kulturellen Symbolen zugrunde liegt.

Nach „Two Room Apartment“ aus dem Jahr 2012, ist dies das zweite Stück von Niv Sheinfeld & Oren Laor, das durch die Arbeit von Liat Dror & Nir Ben Gal inspiriert ist. Als Partner im Leben und auf der Bühne greifen Niv Sheinfeld & Oren Laor ein bahnbrechendes Stück des israelischen Tanzes auf und betrachten es aus einer zeitgenössischen Perspektive, wobei sie die Zeit, die seit ihrem letzten Duett vergangen ist, anerkennen: die Veränderungen ihrer Körper und ihrer Beziehung, ihre Wahrnehmung des Raumes und der Bühne und ihre Interaktionen mit den Zuschauenden.

Choreographie / Performance: Niv Sheinfeld und Oren Laor
inspiriert durch: The Third Dance von Liat Dror und Nir Ben Gal (1990)
Probenmanagement, Beratung: Yael Venezia, Melanie Berson
Künstlerische Beratung: Keren Levi
Licht: Rotem Elroy
Foto: Efrat Mazor
Musik: Gustav Mahler, Elton John, Steve Harley, Alphaville
co-produziert von: Theater im Pumpenhaus (Münster, Germany), CCNR (Rillieux la Pape, France)

Teaser: https://vimeo.com/299527337

 

In their new work, Niv Sheinfeld & Oren Laor reflect upon themes of love, mortality and the need to be acknowledged. “The Third Dance” starts with romanticism and its clichés – music by Mahler, flowers and a record player – but gradually uncovers a basic human need that lies beneath these cultural symbols.


Following “Two Room Apartment” from 2012, “The Third Dance” is the second creation by Niv Sheinfeld & Oren Laor that is inspired by the work of Liat Dror & Nir Ben Gal.
A couple in life and on stage, Sheinfeld & Laor revisit a seminal piece in Israeli dance and contemplate it from a contemporary stance acknowledging the time that has passed since their last duet: the changes in their bodies and relationship, their perception of stage and space and their interaction with the audience.  

 

20. März 2020, 19 Uhr

 

At the Foot of the Vanishing Table
ein Tanzstück von Tamar Lamm & David Kern

Ein Mann ohne Ambitionen sieht sich spät in der Nacht mit einer alten Frau konfrontiert. Es wird ihm schnell klar, dass diese Begegnung sein Leben für immer verändern wird…

Gleichzeitig wird eine Frau, die über Fähigkeiten verfügt, von denen sie noch nichts weiß, entführt während sie den Müll wegbringt…

Eine Hexe im Wald lenkt den Geist eines Orchesterdirigenten, der für seine langsamen Tempi bekannt ist…

Zwei Darsteller*innen einer Varietéshow versuchen vor ihren eigenen Erinnerungen davon zu laufen…

… all dies und noch mehr wird zu einem wunderschönen Adagio von Anton Bruckner aufgeführt.

Die Arbeit wurde durch das Yasmeen Godder Studio im Rahmen eines Residency Programmes unterstützt und wurde im Rahmen des “Curtain Up” Festival in Tel Aviv, 2018 uraufgeführt.

Konzept / Choreographie: Tamar Lamm & David Kern
Musik: Anton Bruckner
Licht: Omer Sheizaf

 

A man with no ambition finds himself confronting an old woman late at night. He soon realizes that this encounter will change his life forever…

At the same time, a woman with powers she doesn’t yet realize, is abducted while taking out the trash…

A witch in the forest channels the spirit of an orchestra conductor known for his slow tempi…


Two performers in a variety show are trying to run away from their own memories…

…All this and more is performed to a beautiful adagio by Anton Bruckner.


This creation was supported by Yasmeen Godder Studio as part of a residency program and was premiered at the “Curtain Up” Festival in Tel Aviv, 2018.

 

The Third Dance
ein Tanzstück von und mit Niv Sheinfeld & Oren Laor

Infos siehe oben 

 

21. März 2020, 19 Uhr

THE SUIT
eine choreographische Tour von Ori Lenkinski

Am Valentinstag 1962 lud Jackie Kennedy Fernsehteams zu einem Rundgang durch das Weiße Haus ein, der Symbolcharakter erhalten sollte. Sie führte durch die, von ihr geleiteten, umfangreichen Renovierung und gestaltete damit auch das Bild der First Lady und das Bild einer Lady im Allgemeinen neu.

In Tel Aviv, im Jahr 2019, beschwört Ori Lenkinski, bewaffnet mit einem pinken Anzug (nicht Chanel) Kennedys Energie herauf, um das Publikum auf eine Tour durch das Hier und Jetzt mitzunehmen.

Konzept / Choreographie /Performance: Ori Lenkinski
Musik: Chubby Checker, Pablo Casals
Künstlerische Beratung: Rachel Erdos, Renana Raz, Ofer Amram

Premiere: Intimadance 2019, Tmuna Theater

 

On Valentine’s Day, 1962, Jackie Kennedy invited television cameras into the White House to what would become an iconic tour of the extensive renovation she championed. In doing so, she reshaped the world’s image of the First Lady and of ladies altogether.


In Tel Aviv, 2019, armed with a pink suit (not a Chanel), Ori Lenkinski summons Kennedy’s energy to take the audience on a tour of the here and now.

 

SEPARATION PANGS
ein Tanzstück von Gilad Jerusalmy

Ein Duett für eine Mutter und ihr Kind, das die erste Sollbruchstelle unseres Lebens untersucht: Das Verständnis, dass unsere Einheit als Mutter und Foetus nicht mehr existiert. Diese Einheit mit einem anderen Lebewesen wird nie zurückkehren. Ein männliches Kind und eine Mutter bewegen sich aus ihren Positionen als haltende, liebende Mutter und immerzu bedürftiges Kind hin zu ihren Rollen als eigenständige Wesen – mit je eigenem Willen, eigenen Grundverständnissen und Gedanken, die nicht voneinander abhängig sind.

In „Separation Pangs“ werden die Bewegungs- und Körpersprache des Choreografen-Sohnes Gilad Jerusalmy und das Wissen aus der bildenden Kunst und Therapie der Künstlerin-Mutter Renana Jerusalmy vereint. Inspiriert durch den Begriff des „Skin-Ego” des Psychoanalytikers Didier Anzieu setzen sie sich mit der Kraft des Zusammenseins und der Bedeutung des Getrenntwerdens auseinander. Gipsbandagen werden zum Mittel dieser Forschung, der, mit Anzieu die Funktion der Haut als äußere Lage der Seele und des Geistes zugrunde liegt.

Ein 30 Jahre alter Mann und eine 60 Jahre alte Frau kommen zusammen, um sich voneinander zu verabschieden.

Performance: Renana und Gilad Jerusalmy
Künstlerische Leitung: Anat Katz, Erez Maayan Shalev
Licht: Amir Castro

 

A duet for a mother and her child that explores the first breaking point we experience in our lives. The understanding that our unity as a mother and a foetus does not exist anymore. The oneness we used to have with another human being will never come back.
In the piece a man-child and a mother-woman, are moving between their parts as a containing loving mother and a constantly needy child, into their roles as separate beings. With different wills, understandings and thoughts – which are not dependent on one another.

The piece is a co-creation that integrates the movement and body language of the son-choreographer Gilad Jerusalmy, and the knowledge of plastic art and therapy of the artist-mother Renana Jerusalmy. This is a birth of combined physical research in the studio and dissertation research in the subject of therapy through plaster bandages.

The seeds of the creation sprouts from the term put forth by the psychoanalyst Didier Anzieu – “Skin-Ego” and the transition of it into artistic material. Observing the qualities of the plaster bandages in relation to the skin functions that Anzieu describes, functions that create the outer layers of the soul and mind. Through touch, creation and constructing with the cast over the body we explore the power of togetherness and the meanings of being separated.

A 30-year-old man and a 60-year-old woman – meet again just to say goodbye.

X
X
X