Wie wäre es mit einem Blinddate mit jemand, den du sehr, sehr gut kennst?

Nach vielen gemeinsamen Abenteuern setzen Los(t) Ninjas nun einen Punkt in Berlin, in der Stadt, die sie zusammengebracht hat, um Gliedmaßen und Gedanken zu verbinden, um Praktiken wieder zu beleben, die entstanden und vergangen, gestorben und wieder aufgetaucht sind. Los(t) Ninja Praxis ist regel-frei, sinn-erfüllt, un-sinnig, heikel – von spielerischer Arbeit mit dem Körper ausgehend, erinnert sie uns an unsere Fähigkeit zu überleben. Durch Formen des Spiels, der Wildheit und des Sich-Wagens erschaffen Los(t) Ninjas eine Art Mythenbildung, die unsere Gleichungen nicht mehr aufgehen lässt.
Los(t) Ninjas Vorhaben richtet sich dieses Mal auf sensorische Fähigkeiten und Erfahrungen, die den Sehsinn überwinden, um sich von der Materialität dessen, was nicht gesehen werden kann, leiten zu lassen. Ausgehend von der Idee, dass alles Energie ist: Realität, Träume, Visionen, Objekte, Emotionen, Anblicke, Geräusche, Gerüche und jede andere Wahrnehmung.

 

Choreographie / Performance / Kostüme: Rocio Marano, Lea Kieffer

 

Workshop
Der Begriff Ninja beschreibt für uns einen inneren Zustand, in dem wir kreieren und uns bewegen: Wenn der innere Ninja erwacht ist, kann der Raum durch die kontinuierliche Begegnung mit mystischen Wesen geformt werden. Die Ninja-Praxis verbindet intensive Physikalität und somatische Praxis und führt zu performativen Scores und Aufgaben der Autor*innenschaft. Grabbing, locking, rubbing, twisting, bending, jumping – deine Füße gebrauchst du als Hände und deine Hände als Gabeln. Viel ist im Tun selbst zu entdecken. Spiele werden durch Regeln gemacht, aber Regeln entstehen ebenso beim Spiel. Eine Frage des Vertrauens, ein Verlangen nach filmischen Momenten, ein Verlangen danach, immer wieder von Neuem zu beginnen. Wir werden einen Raum schaffen, in dem alle teilnehmen und ihre inneren Ninjas entdecken können. Und wir werden lernen, den eigenen und die Körper der Anderen zu schützen.

 


How about getting together on a blind date with someone you already know very, very well?

After many adventures together on the road, Los(t) Ninjas take a stance in Berlin, the city that brought them together, back in the day, to glue limbs and thoughts, reanimating the practices that have become and gone, died and reappeared. Los(t) Ninjas Practice is a rule-free, sense-filled, non-sensed, awkward practice that goes from hands-on work with the material of the body and reminds us of our own survival skills. Los(t) Ninjas create a form of myth-making that discharges all equations by animating varieties of play, kinds of wildness and forms of daring.
This time, our proposal focuses on body sensory skills and experiences that dispense from the sight sense, to be guided by the materiality of what cannot be seen. Starting from the idea that everything is energy: waking reality, dreams, visions, solid objects, emotions, sights, sounds, smells, or any kind of sensation.

 

Workshop
In our case the term Ninja refers to a certain state of mind from where we create and move: When the inner ninja is awakened the space is ready to be shaped by the continuous encounter of mystical beasts. The Ninja practice combines intense physicality with somatic practices implementing performative scores and tasks of authorship. Grabbing, locking, rubbing, twisting, bending, jumping, using your feet as hands and your hands as forks. There is a lot to discover in the making itself. Games are made from rules, but rules are made from gaming, too. A matter of trust, a longing for cinematic moments, for a new beginning every time, to start from scratch and from scratching. We will provide a context where all bodies can participate to discover their inner ninja, as well as we will learn how to protect our bodies and the others.

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